Rünz & Hoffend: Mit regionalem Rohstoffeinsatz, kurzen Transportwegen und nachhaltiger Produktion auf der Erfolgsspur
Die Bimsindustrie spielte einst eine herausragende Rolle in der Region: In Westdeutschland wurde beim Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg Baumaterial in großem Umfange benötigt. Eines der wenigen Unternehmen, welches den Übergang aus der Hochzeit der Bimssteinproduktion in die Moderne geschafft hat, ist die Firma Rünz & Hoffend GmbH & CO. KG. Das in Urmitz/Rhein ansässige Unternehmen wurde bereits 1925 gegründet.
Der Urgroßvater des heutigen Geschäftsführers legte den Grundstein sozusagen mit einer Schaufel und einer Kreuzhacke. Heute ist das Unternehmen, das von Hugo Kessler in der 4. Generation geführt wird, ein mittelständisches Unternehmen, das nicht nur eine lange Vergangenheit besitzt, sondern auch für die Zukunft bestens aufgestellt ist.
Hiervon überzeuge sich vor wenigen Tagen der Landtags- und Wahlkreisabgeordnete Peter Moskopp bei einem Besuch vor Ort.
Rünz & Hoffend ist ein erfolgreiches, mittelständisches Unternehmen, das den Wandel zu einem hochmodernisierten Betonwerk geschafft hat. Maßgeblich hierfür verantwortlich ist der Vater des heutigen Geschäftsführers. Mit weitsichtigen Entscheidungen hat er in über 4 Jahrzehnten den Erfolgsweg geebnet. So wurde z.B. Anfang des Jahres 2010 eine eigenständigen Sparte für Garten – und Landschaftsbau aufgebaut. Nach umfangreichen Investitionen in neue Anlagentechnik stehen heute moderne Produktionsstraßen für die Herstellung von Artikeln für den Garten- und Landschaftsbau sowie zur Flächenbefestigung zur Verfügung.
Zum Produktprogramm zählen Gestaltungspflaster, Funktionspflaster und Terrassenplatten. Ergänzt wird die Palette durch Trocken- bzw. Gartenmauern, Bruchsteinmauern, Palisaden sowie Schalungssteine.
Zement ist in der Öffentlichkeit hinsichtlich des CO₂- Fußabdrucks leider negativ behaftet ist. Aber auch diesbezüglich hat sich Rünz & Hoffend frühzeitig zukunftsfähig aufgestellt. Dies fängt bei den kurzen Transportwegen an: Bei der Beschaffung von Zement und anderen Materialen arbeitet mit Firmen in der unmittelbaren Nachbarschaft im Neuwieder Becken zusammen. Bereits 2011 ging in Urmitz die erste firmeneigene Photovoltaikanlage ans Netz. Der dort produzierte Ökostrom wird dazu genutzt, die Umwelt- und CO₂-Bilanz bei der Produktion jedes einzelnen Steines stetig zu verbessern und einen nachhaltigen ökologischen Fußabdruck für die nächste Unternehmergeneration zu hinterlassen. „Jeder Stein, der nicht unserem hohen Qualitätsanspruch entspricht, wird wiederverwendet und der Produktion wieder zugeführt“, betont Hugo Kessler.
Tief beeindruckt von der Firmenphilosophie, zu der auch eine starke Mitarbeiterbindung gehört, zeigte sich MdL Peter Moskopp: „Das Unternehmen hat nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Geschichte der Rheinischen Bimsindustrie geleistet: Rünz & Hoffend zeigt auch, wie man durch kluge Entscheidung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich sein kann. Was ich hier gesehen und gehört habe, ist sehr beeindruckend“, so Peter Moskopp zum Abschluss seines Besuches. Natürlich wollte der Landtagsabgeordnete auch wissen, was sich das Unternehmen von der Politik wünscht: „Dass man endlich mutige Reformen angeht. Und vor allem das Handwerk stärkt“, so Geschäftsführer Hugo Kessler.